Zum Inhalt springen

Soul Fuel a family journey

ITDEESEN

· Die Reise · aufgeschrieben am 9 September 2026

49. Tag: Spontaner Besuch in Pompeji

Ein Kind balanciert auf den erhöhten Trittsteinen einer römischen Straße.

Auf dem Campingplatz in Vieste standen die ersten drei Nächte ein älteres italienisches Pärchen neben uns, nett und leicht verrückt, und die beiden haben uns von der Area Sosta Camper „Zeus“ direkt vor den Toren Pompejis erzählt, einer perfekten Ausgangsbasis für die Ausgrabungen und für Ausflüge nach Neapel und Sorrent. Eigentlich dachten wir, dass Pompeji mit Lavinia und Valentino zu viel wird, aber nach der Fahrt von Matera aus bietet sich Pompeji als perfekter Stopp an und als wir einfach hinfahren, haben sie noch Platz. Also folgen wir dem Flow und machen es. Unterwegs halten wir an einer Raststätte zum Mittagessen, und weil wir mitten in Kampanien sind und zu viele Geschichten über Kriminalität gehört haben, lassen wir Enea dabei keine Minute aus den Augen.

Die Zebrastreifen von Pompeji

Es klappt viel besser als gedacht. Natürlich bewegen wir uns langsamer und der Fokus liegt auf den Dingen, die die Kinder greifen können. Ihr Highlight sind die Zebrastreifen, also die erhöhten Steinblöcke, über die man in einer römischen Stadt trockenen Fußes die Gasse überquert. Lavinia balanciert mit ausgebreiteten Armen darauf. Auch die Bäckereien mit ihren Öfen, die Läden mit den mannshohen Tonkrügen und das Thermopolium (die römische Straßenküche mit den runden Öffnungen im gemauerten Tresen) begeistern die beiden und sie lernen dabei eine Menge. Durch eine römische Stadt zu laufen, die fast vollständig erhalten ist, ist wirklich beeindruckend. Mit dem Thule (dem Anhänger, in dem die Kinder überall mitfahren) ist es allerdings nicht ganz einfach, denn damals hat noch niemand an Barrierefreiheit gedacht. Der Anhänger selbst scheint unzerstörbar und hält locker durch. Am meisten beschäftigt Lavinia der Vesuv, der omnipräsent hinten in jeder Gasse steht: „Wie funktioniert genau der Vulkan und wie kommt das Feuer heraus?“

Nachts fährt die Circumvesuviana

Der Stellplatz ist zweckmäßig, aber nicht besonders schön – jedenfalls der Teil, in dem wir stehen. Direkt hinter dem Camper fährt die Circumvesuviana, die Bahn von Neapel nach Sorrent, und am Abend ist auf derselben Strecke ein Schienenreparaturfahrzeug unterwegs, das sehr laut und sehr langsam ist. Ruhig ist es hier also nicht …ganz im Gegenteil. Lavinia und Valentino sind von den Zügen dafür hellauf begeistert und sie rennen jedes Mal aus dem Camper, wenn einer kommt. Unsere Nachbarin aus Dänemark, eine herzliche Frau, schenkt den beiden zwei selbst gehäkelte kleine Schildkröten 😊

Die anderen 30 Fotos von diesem Tag

Die anderen Berichte