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· Wachsen

38.-41. Tag: Punta Prosciutto und das Waldfestival

Ganz flaches, klares Wasser läuft über hellen Sand aus; die Wellenrippel zeichnen sich im Boden ab.

Nach der Nacht auf dem Parkplatz von Ostuni versuchen wir unsere leere Gasflasche in einem entsprechenden Geschäft auffüllen zu lassen, da Samstagvormittag ist, würden wir sie aber erst am Montag bekommen. Wir lehnen dankend ab und werden unser Glück an einem anderen Ort versuchen. Da heute auch Markttag ist und dieser ganz in der Nähe, besuchen wir diesen und kaufen ein paar Kleinigkeiten.

Punta Prosciutto

Danach entscheiden wir uns ans Meer zu fahren. Ich finde einen Parkplatz an der Punta Prosciutto direkt am Meer und entgegen aller Befürchtungen ist sogar noch ein Platz frei. Der berühmte Sandstrand, der aussieht wie in der Karibik, ist nur wenige Minuten zu Fuß entfernt. Es gefällt uns hier so gut, dass wir am Ende für vier Nächte hierbleiben werden. Mit jedem Tag fühlen sich die Kinder mehr zu Hause und die Felsen bis zum Meer werden immer mehr zu unserem Garten. Dort kraxeln sie beide begeistert herum und entdecken Salzbecken, kleine Muscheln und Reste von einem Krebs. Am Abend sehen wir, wie die Sonne über dem Meer untergeht und am Horizont die Berge von Kalabrien zu sehen sind und auf der gegenüberliegenden Seite der Mond aufgeht – ein toller Anblick.

Reforestival – das Waldfestival

Eine Bekannte hat uns von einem Waldfestival ganz in der Nähe erzählt. So fahren wir am Sonntag zum Agricampeggio Fatizze d‘Arneo mitten im Testgelände von Nardò. Dort findet der dritte Tag des Festivals statt und wir nehmen an den Aktivitäten teil. Basteln von Waldmonstern aus Ton, formen von Samenbomben und vieles mehr. Wir treffen dort neben unserer Bekannten Giulia auch wieder Sara, eine Mutter aus der Waldorfschule, und ihre Familie. Valentino ist total begeistert von der Ape und versteht als einziges Kind, wie es funktioniert (er analysiert sehr genau die Funktion jedes einzelnen Knopfes und Hebels). Es gibt ein sehr leckeres Mittagessen mit interessanten Gesprächen, und später fahren wir mit dem Traktor auf ein anderes Gelände, wo der neue Wald ausgesät wird. Von dort fahren wir zurück zu unserem Spot an der Punta Prosciutto und bestaunen den Kupfermond. Heute ist Vollmond und Mondfinsternis und der Mond leuchtet rot. Leider verdecken am Anfang ein paar Wolken des Spektakel.

“Alltag“ an der Punta Prosciutto

Der Parkplatz ist bestens versorgt durch lokale Händlern, die ihre Produkte verkaufen. So kommt morgens um sieben schon ein Auto, das hupend Croissants und Pasticiotti anbietet (äußerst ungünstig, da die Kinder so unnötig früh geweckt werden). Vormittags kommt ein Bäcker, nachmittags ein Obsthändler und abends ein anderer der Focaccia Pasticiotti und Kekse verkauft. Wir lernen unsere Nachbarn kennen – eine deutsch italienische Familie aus Berlin – und tauschen uns über unsere Reisen aus. Später lernen wir auch noch italienische Nachbarn kennen und am Ende ein deutsches Ehepaar aus Konstanz. Das Camperdasein verbindet und erst recht das Freistehen auf einem Parkplatz. Es ist immer spannend, die Geschichten der anderen zu hören und sich über wichtige und nützliche Tipps auszutauschen. Gerade von dem italienischen Pärchen erhalten wir ein paar gute Tipps.

Wir genießen das gute Wetter und besuchen den tollen Karibik Strand und aber auch den auf der anderen Seite gelegenen, den wir fast für uns alleine haben. Der Karibik Strand ist nämlich sehr schön, aber auch extrem voll. In den Dünen hinter dem weniger besuchten Strand finde ich einen guten Spot, um während Valentinos Mittagsschlaf Sport zu machen und mich danach im Meer zu erfrischen. Am letzen Tag können wir leider nicht zu dem ruhigeren Strand, da ein Feuer in den Dünen ausgebrochen ist und ein paar etwas überforderte und verwirrte Feuerwehrhelfer(?) auf Motorrollern uns weg schicken.

Mit den beiden Nächten bei der Waldorfschule und der Nacht in Ostuni sind es schon sieben Nächte, die wir frei stehen. Wir lernen sparsam mit dem Wasser umzugehen und auch sparsam die Toilette zu benutzen. Trotzdem gönnen wir uns ab und zu eine Dusche im Camper. Das funktioniert viel besser als zunächst gedacht. Auch die Kinder sind total begeistert im Camper zu duschen.

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